Demenz und Alzheimer

Eine Volkskrankheit

Für viele Menschen ist Alzheimer gleichbedeutend mit Demenz. Bei Alzheimer handelt es sich allerdings um eine spezielle Form der Demenzerkrankung. Während der Oberbegriff Demenz für alle Krankheitsbilder zutrifft, die einen Verlust der kognitiven Fähigkeiten zur Folge haben, ist die Alzheimer-Demenz die häufigste Form der Demenzerkrankungen.

Weltweit leiden knapp 47 Millionen Menschen an Demenz, in Deutschland 1,5 Millionen. Rund 60% aller Demenzen werden durch eine Alzheimer-Demenz hervorgerufen. Mit steigendem Alter steigt auch das Risiko: Während es bei den 65- bis 69-Jährigen noch weniger als zwei Prozent sind, sind es bei den über 90-Jährigen bereits über 35%. Dabei sind Frauen besonders gefährdet – über ⅔ der Betroffenen sind weiblich.

Alzheimer – Mehr als nur Vergessen

Die Alzheimer-Demenz lässt sich in drei Stadien einteilen: Beginnend mit leichten Gedächtnisstörungen im frühen Stadium, geht im weiteren Verlauf das Langzeitgedächtnis zunehmend verloren und es kann zu Verhaltensstörungen und Wesensänderungen kommen. Im späten Stadium kann es bei den Betroffenen dann zu einem kompletten Kontrollverlust der geistigen Fähigkeiten kommen bis hin zu einem körperlichen Verfall.

Je nachdem, um welche Form der Demenz es sich handelt, kommen verschiedene Therapieformen in Frage. Zunächst gilt es zu klären, ob es behebbare Ursachen der Demenz gibt.


Früherkennung kann helfen

Eine Heilung gibt es bislang nicht, allerdings ist eine Behandlung möglich. Hier gilt: Je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, desto besser. Zum einen können dann bei der Alzheimer-Demenz Medikamente den Krankheitsverlauf verzögern, zum anderen tragen nicht-medikamentöse Maßnahmen wie zum Beispiel Ergo- oder Kunsttherapie dazu bei, die Symptome zu behandeln und die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern.

Die nicht medikamentösen Therapieansätze helfen dabei, die noch vorhandenen Fähigkeiten der Betroffenen zu erhalten und darüber hinaus weiter zu stärken. Wichtig hierbei ist, dass die individuellen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt werden, um ein Gefühl der Frustration zu vermeiden. Daher sind viele Therapieformen vor allem für die Anfangsstadien der Demenz sinnvoll – eine Früherkennung der Krankheit hilft dann nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angehörigen.

Hilfe für Angehörige

Die Diagnose „Demenz“ stellt nicht nur für die Patienten an sich, sondern auch für die Angehörigen eine große Herausforderung dar. Neben dem Verlust der kognitiven Fähigkeiten ihrer Liebsten machen den Angehörigen insbesondere der körperliche Verfall und die Persönlichkeitsveränderungen zu schaffen. Betroffene können sich mit Fortschreiten der Krankheit häufig nicht mehr verbal ausdrücken und verändern ihr Verhalten zum Teil stark. Gerade wenn der eigene Mann oder die Mutter einen nicht mehr erkennt, ist es für die Angehörigen schwer, mit dieser Situation umzugehen.

Daher ist es auch für die Angehörigen wichtig, sich frühzeitig mit der Krankheit auseinanderzusetzen und Möglichkeiten zur Entlastung zu finden. Wir unterstützen Sie dabei und geben Ihnen hilfreiche Tipps im Umgang mit Demenzkranken. Sprechen Sie uns einfach an – wir beraten Sie gerne.